Nicole Héon LepageNEW VOICES CONSTITUTIONAL AREA CHAIRPERSON
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    PDG Nicole Héon Lepage Meine Stimme – Meine Geschichte

    Vor 15 Jahren wurde ich von meinem Sponsoren des Lions Clubs Ste-Therese zur Teilnahme an einem Lions-Treffen eingeladen. Ich engagierte mich damals bereits sehr stark in meiner Gemeinschaft. Bei meiner Ankunft war ich erstaunt darüber, wer dem Club angehörte. All die ausgezeichneten Männer unserer Gemeinschaft waren vertreten. Der Club bestand aus 65 Mitgliedern, darunter nur 5 Frauen. Der Club stand Frauen offen, allerdings keinen Ehepartnern.

    Es war das erste Treffen der Saison. Man hatte sich den ganzen Sommer über nicht gesehen und freute sich über das Wiedersehen. Manche hatten an einem Campingausflug teilgenommen und begannen, sich an das dabei Erlebte zu erinnern und sich gegenseitig zu necken. Ich lachte so sehr, dass mir die Rippen schmerzten.

    Ich war so beeindruckt, dass ich den ganzen Abend fast kein Wort herausbrachte. Wer mich kennt, weiß, dass das völlig untypisch für mich war.

    Unser Club organisierte äußerst erfolgreiche Spendenaktionen, doch das Hilfsprojekt, das mich am meisten beeindruckt, ist unsere jährliche Weihnachtsfeier in einer Sterbeklinik. Wir richten diese Feier seit 44 Jahren aus. Nach 3 Jahren brachte ich endlich den Mut auf, daran teilzunehmen. Mein Großvater hatte 24 Jahre in einer ähnlichen Einrichtung gelebt, was schmerzliche Erinnerungen in mir wachrief.

    Im dritten Jahr spielte ich als Frau des Weihnachtsmannes verkleidet eine Rolle. Seitdem habe ich diese Veranstaltung kein einziges Mal verpasst und spiele meine Rolle mit voller Überzeugung. Es ist mir wahrhaft eine Ehre, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, bei der der gesamte Club zugegen ist. Wir verteilen an mehr als 400 Bewohner Weihnachtsgeschenke. Wir engagieren Musiker, singen Weihnachtslieder und tanzen. Für manche ist dies ihre einzige Gelegenheit, Weihnachten zu feiern. Für andere ist es der einzige Besuch des Jahres.

    Im Jahr 2013 änderte sich mein Lions-Dasein für immer. Ein Mitglied meines Distrikts sollte bei der internationalen Convention in Hamburg aufgenommen werden und schlug mir vor, sich ihm anzuschließen. Als ich meinem Mann, der kein Lionsmitglied war, davon erzählte, antwortete er kurzerhand:„Auf geht‘s!“ Wir waren von der internationalen Präsenz, der Convention, den Rednern und vor allem den Leistungen von LCIF außerordentlich beeindruckt. Unser Leben veränderte sich dadurch nachhaltig. Wir wussten nun, was wir für den Rest unsere Lebens tun wollten. Nach unserer Rückkehr wurde mein Mann als erster Ehepartner in unseren Club eingeführt.

    Mein Leben als Lion ist so vielschichtig. Jeder Tag bringt Freude und Gelächter. Ich habe jetzt unzählige wahre Freunde auf der ganzen Welt. Ich habe Gelegenheit, mir Ziele zu setzen, diese zu erreichen und mich selbst zu übertreffen. Ich habe die Möglichkeit, meine Lebenskompetenzen weiterzugeben, um die Lebenssituation anderer Menschen zu verbessern. Ich bin nie auf Belohnungen aus, doch geht mein Einsatz nicht spurlos an anderen vorbei. Ich werde von meinen Lionsfreunden bewundert, gelobt und anerkannt. Anderen zu helfen und die ihre Wertschätzung zu gewinnen ist eine wahrhaft erfüllende Erfahrung.

    Bereits sehr früh ist mir klar geworden, das uns niemand schätzt, wenn wir uns nicht selbst schätzen. Außerdem habe ich gelernt, dass man durch Selbstlosigkeit wesentlich mehr empfängt. Wenn Sie etwas wollen, müssen Sie alle Hebel in Bewegung setzen. Das Leben hat mich reich beschenkt. Als Krankenschwester und Geschäftsinhaberin habe ich mein Leben lang mit Frauen zusammengearbeitet. Ich bin eine leidenschaftliche Verfechterin der Stärke und Fähigkeiten von Frauen und hatte bereits vielfach Gelegenheit zur Unterstützung von Frauen.

    Meiner Meinung nach sind Männer und Frauen unterschiedlich, aber gleichwertig. Das Zusammenwirken unserer Unterschiede und Vielfältigkeit beschert allen Menschen eine bessere Welt. Mein Ziel für 2018/2019 besteht darin, Lions meine Werte zu vermitteln und Frauen anzuregen, mehr Selbstvertrauen zu haben, ihre Meinung zu äußern, über ihr Engagement als Lions in ihren Gemeinschaften, Provinzen, ihren Ländern und auf der Welt zu erzählen und darauf stolz zu sein.